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26. März 2005
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Zwischenruf

23.03.2005


„Sittenwidrig“, „skurril“, „Sklavenmarkt“, „moderne Tagelöhnervermittlung“:

Mit diesen Begriffen empören sich Mitte März 2005 die "Berliner Zeitung" und der FDP-Arbeitsmarktexperte Dirk Niebel über die Website www.jobdumping.de, auf der man seine Arbeitskraft versteigern kann, wobei natürlich das niedrigste, nicht etwa das höchste Angebot zum Zuge kommt. Natürlich ist das menschenverachtend und pervers. Mich wundert aber, dass so was noch jemanden wundert, ist doch die Entwicklung derartiger Internetbörsen nichts anderes als ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Zustände, die Wirtschaft, Medien und Politik in den zurückliegenden Jahren konsequent herbeigepresst, -geschrieben und -beschlossen haben. Der 32jährige Betreiber von jobdumping.de übrigens studiert nebenbei Katholische Sozialarbeit. Der selige Oswald von Nell-Breuning, Nestor der Katholischen Soziallehre, wird sich dort oben die Haare raufen.

Henrik Müller


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